Frühjahrsputz in Nienstedt: Erstaunliche Funde beim Müllsammeln
Beim traditionellen Frühjahrsputz in Nienstedt machten die freiwilligen Helfer wieder zahlreiche skurrile Entdeckungen. Neben Verpackungsmüll, alten Schuhen und einer Eisenstange fanden sie vor allem eine auffällig hohe Anzahl an leeren Schnapsflaschen entlang der Straße zum Nienstedter Pass. Diese werfen Fragen auf: Wer trinkt während der Fahrt hochprozentigen Alkohol und entsorgt die Flaschen anschließend im Straßengraben?
Besonders besorgniserregend war der Fund einer alten Waschmaschine, die offensichtlich illegal auf einem Parkplatz am Pass entsorgt wurde. Solche Ablagerungen sind dort keine Seltenheit. Laut den Landesforsten wurden in den vergangenen Jahren bereits ganze Wohnzimmer-Einrichtungen oder Bauschutt im Wald zurückgelassen. Ortsbürgermeister Wolfgang Abend-Achilles vermutet, dass es sich um Mülltourismus handelt – Menschen von außerhalb, die ihren Unrat illegal in Nienstedt entsorgen. Dabei drohen für Umweltverschmutzung empfindliche Bußgelder von bis zu 50.000 Euro.
Engagement für ein sauberes Nienstedt
Während einige Gruppen sich auf die Straßenränder außerhalb des Ortes konzentrierten, sammelten Familien mit Kindern in den innerörtlichen Bereichen den Müll. Gemeinsam befreiten sie die weniger befahren Straßen von Unrat.
Ein kleiner Lichtblick der Aktion: Ein Helfer zog aus dem Matsch einen Fünf-Euro-Schein – vermutlich ein verlorener Geldschein, der dort übersehen wurde.

Am Ende wurden die Müllsäcke durch Autoanhänger und Trecker eingesammelt und im Auenweg für die Abfuhr durch den Bauhof bereitgelegt.

Der Frühjahrsputz hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig ehrenamtliches Engagement für eine saubere Natur ist – und gleichzeitig das Bewusstsein für Umweltverschmutzung und illegale Müllentsorgung geschärft.

Ein besonderer Dank geht hierbei an alle Helfer aus Nienstedt.
Ein sehr erfreuliches Erlebnis hatte die Sammelgruppe an der K76 in Richtung Messenkamp. Sie trafen die Altenhäger und Messenkämper, die ebenfalls Müll gesammelt haben. Einen ausführlichen Beitrag befand sind in der Tagespresse.